In der Probezeit mit Alkohol am Steuer ertappt: Was droht alkoholisierten Fahranfängern?

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Wer erstmalig eine Fahrerlaubnis in Deutschland erwirbt, muss sich im Anschluss an die bestandene Führerscheinprüfung zunächst einmal einer zweijährigen Probezeit stellen. Verstoßen Fahranfänger während dieser Phase gegen die Verkehrsregeln, werden neben den regulären Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog noch weitere Maßnahmen fällig.

Probezeit: Ist Alkohol am Steuer erlaubt oder verboten?
Probezeit: Ist Alkohol am Steuer erlaubt oder verboten?

Doch damit noch nicht genug: Führerscheinneulinge müssen sich weiterhin zum Teil an strengere Vorschriften im Verkehr halten als alteingesessene Kraftfahrer. Unter anderem beziehen sich diese in der Probezeit auf Alkohol am Steuer. In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob Sie als Inhaber von einem Führerschein auf Probe überhaupt Alkohol vor Fahrtantritt trinken dürfen und welche Ahndungen möglich sind.

Bußgeldtabelle: Alkohol in der Probezeit

VergehenBußgeldPunkteFahrverbot
Gegen Promillegrenze von 0,5 verstoßen
... beim ersten Mal500 €21 Monat
... beim zweiten Mal1000 €23 Monate
... beim dritten Mal1500 €23 Monate
Gegen Null-Promille-Grenze als Fahranfänger oder unter 21 Jahren verstoßen250 €1
Den Verkehr durch Alkohol am Steuer gefährdet (ab 0,3 Promille)3Entzug der Fahrerlaubnis, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe
Promillegrenze von 1,09 überschritten3Entzug der Fahrerlaubnis, Geldstrafe oder Freiheitsstrafe
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Bußgeldrechner: In der Probezeit mit Alkohol erwischt

Ist Alkohol am Steuer in der Probezeit erlaubt?

Wie sehen die Vorschriften zu Alkohol in der Probezeit aus?
Wie sehen die Vorschriften zu Alkohol in der Probezeit aus?
In Deutschland liegt die Alkoholgrenze generell bei 0,5 Promille. Fahranfänger sollten jedoch bedenken, dass diese Promillegrenze lediglich bei Kraftfahrern Anwendung findet, die schon länger im Besitz einer Fahrerlaubnis sind.

Da Führerscheinneulinge sozusagen noch „auf Bewährung“ sind, gilt für sie Folgendes:

In der Probezeit darf kein Alkohol konsumiert werden, wenn im Anschluss daran noch ein Kfz im Straßenverkehr gesteuert werden soll!

Als Fahranfänger dürfen Sie demzufolge nicht einen Tropfen Alkohol trinken, wenn Sie planen, danach noch Auto zu fahren. Diese Null-Promille-Grenze gibt es bereits seit 2007. Bedenken Sie: Nicht nur in der Probezeit ist Alkohol am Steuer verboten! Haben Sie zwar die Probezeit erfolgreich abgeschlossen, sind allerdings noch keine 21 Jahre alt, dürfen Sie sich ebenfalls vor dem Antritt einer Fahrt nicht dem Alkoholkonsum hingeben.
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Was droht Fahranfängern, die in der Probezeit mit Alkohol erwischt werden?

Zuwiderhandlungen, die sich Führerscheinneulinge in der Probezeit zuschulden kommen lassen, werden allgemein in zwei Kategorien eingeordnet: A-Verstöße (schwerwiegende Regelmissachtungen) und B-Verstöße (weniger schwerwiegende Regelmissachtungen).

Leisten Sie sich als Fahranfänger einen Verstoß der Kategorie A oder zwei Verstöße der Kategorie B, wird Ihre Probezeit von zwei auf insgesamt vier Jahre verlängert. Außerdem wird ein Aufbauseminar angeordnet. Die Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog, die mit der entsprechenden Zuwiderhandlung verbunden sind, kommen noch obendrauf.

Doch in welche Kategorie wird das Ganze eingeordnet, wenn Sie in der Probezeit mit Alkohol am Steuer erwischt werden? Im Folgenden haben wir Ihnen die möglichen Konsequenzen auf einen Blick zusammengefasst:

Wie wirkt es sich in der Probezeit auf den Führerschein aus, wenn Alkohol konsumiert wurde?
Wie wirkt es sich in der Probezeit auf den Führerschein aus, wenn Alkohol konsumiert wurde?

  • Werden Sie mit Alkohol am Steuer erwischt und befinden sich noch in der Probezeit, begehen Sie damit einen A-Verstoß. Die Anordnung eines Aufbauseminars sowie die Probezeitverlängerung sind Ihnen hier also sicher. Halten Sie sich nicht an die Null-Promille-Grenze und konsumieren vor Fahrtantritt in der Probezeit Alkohol, sieht der Bußgeldkatalog außerdem 250 Euro und einen Punkt in Flensburg vor.
  • Werden Sie bereits das zweite Mal aufgrund von Trunkenheit am Steuer in der Probezeit aus dem Verkehr gezogen, liegt erneut ein A-Verstoß vor. In diesem Fall drohen Ihnen eine Verwarnung sowie die Empfehlung der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Überschritten Sie hier sogar eine Grenze von 0,5 Promille, müssen Sie sich auf ein Bußgeld von 1.000 Euro, zwei Punkte und ein Fahrverbot von drei Monaten einstellen.
Wichtig: Werden Sie sogar ein drittes Mal alkoholisiert im Verkehr aufgegriffen, handelt es sich dabei um den dritten A-Verstoß und Ihnen wird der Führerschein in der Probezeit wegen Alkohol am Steuer entzogen. Außerdem drohen Ihnen gemäß Bußgeldkatalog 1.500 Euro, zwei Punkte sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.
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