Radaranlagen – Arbeitsweise unterschiedlicher Radargeräte

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Die Geschwindigkeitsüberschreitung zählt deutschlandweit zu den am häufigsten begangenen Verstößen im Straßenverkehr. Um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten, ist es deshalb Aufgabe der Polizei bzw. der Verkehrsbehörden, die Vergehen gemäß den Vorschriften des Bußgeldkatalogs mit Hilfe von Blitzern zu ahnden.

Radaranlagen werden häufig unter Verwendung eines Stativs aufgebaut.
Radaranlagen werden häufig unter Verwendung eines Stativs aufgebaut.

Allein 2016 gab es laut dem Statistikportal „statista“ rund 47.000 Unfälle mit Personenschaden, die durch zu hohe Geschwindigkeiten verursacht worden sind. Um für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen, kommen Radaranlagen in Deutschland als beliebtes Kontrollinstrument häufig zum Einsatz. Dadurch soll die Verkehrsüberwachung gewährleistet werden.

Ziel ist es, Verkehrssünder durch Bußgeld, Punkte und Fahrverbot zu aufmerksameren Verkehrsteilnehmern zu erziehen – so jedenfalls die Idee. Um diese zu verwirklichen werden vielerorts neue Radargeräte der Polizei aufgestellt. Aber wie funktioniert überhaupt eine Radaranlage, die mögliche Raser zur Vernunft bringen soll und in welchen Ausführungen steht sie zur Verfügung?

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Welche Arten von Radargeräten gibt es?

Zu den in Deutschland verwendeten Radaranlagen gehört auch die Laserpistole.
Zu den in Deutschland verwendeten Radaranlagen gehört auch die Laserpistole.
Um zu hohe Geschwindigkeiten als Unfallursache einzudämmen, wird in Deutschland vielerorts durch Radaranlagen das Tempo der Verkehrsteilnehmer gemessen.

Wenn ein Fahrzeugführer die maximal zulässige Geschwindigkeit überschreitet und von einem Radargerät erfasst wird, blitzt die Gerätschaft in der Regel. Es gibt aber mittlerweile auch Radargeräte ohne Blitz, bei denen der Betroffene Fahrer nicht unbedingt mitbekommt, dass er geblitzt wurde.

Neben den herkömmlichen Radaranlagen gibt es noch weitere Radargeräte, die Verstöße gegen die maximale Höchstgeschwindigkeit dezimieren sollen. Hierzu zählen unter anderem Lichtschranken-Blitzer, Laservorrichtungen oder auch Nachfahrsysteme mit integrierter Videomöglichkeit.

Im Falle des letztgenannten Gerätes, sind die zuständigen Verkehrspolizisten im Dienstfahrzeug auf den Straßen unterwegs, um Verkehrssündern auf die Spur zu kommen und diese bei gegebenem Anlass zur Rechenschaft zu ziehen. Welche Technik in Deutschland hauptsächlich zum Einsatz kommt, das fasst folgende Liste zusammen:

Durch Radargeräte, wie zum Beispiel mobile Blitzer, kommt bei  den Kommunen mitunter viel Geld in die Haushaltskasse.
Durch Radargeräte, wie zum Beispiel mobile Blitzer, kommt bei den Kommunen mitunter viel Geld in die Haushaltskasse.
Radargeräte sind mitunter notwendig und sowohl Bußgelder als auch weitere Sanktionen können durchaus Sinn machen. Dies zeigt sich auch daran, dass Kommunen dazu bereit sind, hohe Kosten von beispielsweise 15.000 Euro und mehr zu investieren.

Eine solche Summe steht nämlich nicht selten im Raum, wenn Radaranlagen angeschafft und fachgerecht installiert werden müssen.

An dieser Stelle kann durchaus angemerkt werden, dass die Motivation der Gemeinden nicht ganz frei von Eigennutz ist, denn die Einnahmen durch Radargeräte schlagen sich als positive Zahlen in der jeweiligen Haushaltsplanung nieder. Vielerorts handelt es sich dabei mittlerweile um fest eingeplante Einnahmen.

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Doppelter Erfolg durch zwei Strategien: Stationäre und mobile Radaranlagen

Die zwei wohl bekanntesten Modelle der Verkehrsüberwachung sind stationäre und mobile Radargeräte. Auf deutschen Straßen wird die mobile Radartechnologie am häufigsten eingesetzt. Das heißt, es handelt sich hierbei um die beliebteste Methode der Geschwindigkeitsmessung.

Radaranlagen können auch als Nachfahrsystem im Dienstfahrzeug zum Einsatz kommen.
Radaranlagen können auch als Nachfahrsystem im Dienstfahrzeug zum Einsatz kommen.
Wenn die mobile Technik zum Einsatz kommt, befindet sich das Messgerät in der Regel entweder am Straßenrand oder in einem Dienstfahrzeug der zuständigen Verkehrsbeamten. Am Fahrbahnrand wird die Radaranlage meistens mit Hilfe eines Stativs errichtet.

Für den Messvorgang werden elektromagnetische Wellen ausgesendet, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen reflektiert werden, wenn sie aufs Kfz treffen. Mit Hilfe der zurückgeworfenen Signale können die Radaranlagen die gefahrene Geschwindigkeit errechnen. Liegt eine Geschwindigkeitsüberschreitung vor, wird der Fahrer in der Regel geblitzt und eine Fotoaufnahme erstellt.

Zu den mobilen Geräten zählt auch der Handlaser bzw. die Laserpistole. Auch diese sendet zur Geschwindigkeitsmessung Signale aus, allerdings in diesem Fall keine Radarwellen, sondern Lichtimpulse. Der Handlaser wird in aller Regel durch eine Videokamera ergänzt und die kombinierte Radaranlagen-Vorrichtung muss von einem Verkehrsbeamten bedient werden.

Auch bei der sogenannten Brückenabstandsmessung handelt es sich um ein mobiles Messverfahren. Elektromagnetische Wellen kommen hier allerdings nicht zum Einsatz. Stattdessen werden in der Praxis zur Umsetzung des Messverfahrens zwei Videokameras auf Autobahnbrücken eingerichtet. Außerdem kommt eine zusätzliche Frontkamera zum Einsatz, die im Bereich des Fahrbahnrands aufgebaut wird und zur Identifizierung möglicher Verkehrssünder dient. Dadurch folgt die Kontrolle durch die Brückenabstandsmessung dem in Deutschland vorherrschenden Täterprinzip, weil der Verkehrssünder eindeutig identifizierbar ist. Radaranlagen müssen also verschiedene Datenspeicherungen umsetzen, die auch ein Täterfoto beinhalten sollten.

Durch eine Messlinie, die im Vorfeld mit Hilfe von Fahrbahnmarkierungen angebracht wird, können die Aufnahmen der beiden Kameras später ausgewertet werden. Sowohl der Nah- als auch der Fernbereich kann bei diesem Verfahren überblickt werden.

Neben den genannten Beispielen für mobile Radaranlagen gibt es auch stationäre Radargeräte, die überwiegend zur dauerhaften Überwachung von Unfallschwerpunkten – wie etwa besonders unfallträchtige Kreuzungen – eingesetzt werden.

Als Radaranlagen gelten auch die sogenannten Section-Control-Geräte.
Als Radaranlagen gelten auch die sogenannten Section-Control-Geräte.
Hierunter fällt zum Beispiel die Kontrolle durch den Strecken-Radar. Bei der sogenannten „Section Control“ (Strecken-Überwachung) wird das gefahrene Tempo von Fahrzeugen an mehreren Stellen über einen längeren Abschnitt hinweg gemessen.

Da hier nicht nur eine kurze Momentaufnahme zur Bewertung genutzt wird, gilt dieses Verfahren als relativ faire Maßnahme der zuständigen Behörden. Das bedeutet, ein Bußgeld droht in diesem Zusammenhang erst, wenn die eingesetzten Radaranlagen eine länger andauernde Geschwindigkeitsüberschreitung errechnen. Eine kurzzeitige Überschreitung des zulässigen Höchsttempos durch einmalige Beschleunigung wird hier demnach nicht direkt bestraft.

Wörtlich übersetzt bedeutet Section-Control „Abschnittskontrolle“. Folglich sind bei dieser Methode der stationären Verkehrsüberwachung an mehreren Streckenabschnitten feste Radargeräte installiert, die dokumentieren, zu welcher Zeit das Verkehrsmittel den entsprechenden Abschnitt passiert hat. In der Endabrechnung werden die Daten aller Geräte berücksichtigt. Somit kann die Durchschnittsgeschwindigkeit für das jewilige Fahrzeug festgestellt werden.

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Welche Fehler können bei der Messung durch Radargeräte auftreten?

Laut Expertenmeinung zählen Radaranlagen, die sich den sogenannten Doppler-Effekt zu Nutze machen, zu den unzuverlässigsten Radargeräten Deutschlands. Grund hierfür ist, dass die Herstellerangaben peinlich genau befolgt werden müssen, um eine Fehlmessung zu vermeiden.

Wenn die Radaranlage im falschen Winkel ausgerichtet ist, können Messfehler entstehen.
Wenn die Radaranlage im falschen Winkel ausgerichtet ist, können Messfehler entstehen.
Werden die Radaranlagen beispielsweise nicht im korrekten Winkel zur Fahrbahn ausgerichtet, kann es in der Folge zu falschen bzw. ungenauen Messergebnissen kommen. Durch verfälschte Daten kann es also mitunter vorkommen, dass Fahrzeugführer zu Unrecht einen Bußgeldbescheid mit Aufforderung zur Zahlung eines bestimmten Bußgeldes erhalten.

Vor allem das Überwachungsgerät „PoliScan Speed“ ist in der Vergangenheit mehrfach kritisiert worden, da bei diesem Messverfahren Daten aus einem größeren Einzugsgebiet verwendet werden, als es nach Bauartzulassung und Angabe der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) überhaupt erlaubt ist. Wie genau die Geschwindigkeitsmessungen wirklich sind, ist ebenfalls strittig, da der Kamera nachgesagt wird, häufig zu spät auszulösen.

Radaranlagen-Hersteller in Deutschland

Die folgende Liste zeigt einige der bekanntesten Radargeräte, die von Herstellen in Deutschland zur Verkehrsüberwachung zur Verfügung gestellt werden.

  • M5 Radar (von der Firma „VDS Verkehrstechnik“ aus Sachsen)
  • Multanova 6f digital (von der Firma Multanova)
  • Poliscan Speed (vom Anbieter „VITRONIC“)
  • Traffipax Micro-Speed 09 (aus dem Hause Robot Visual Systems GmbH)
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