Geschwindigkeits­überschreitung – Welche Konsequenzen drohen?

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Am 28. April 2020 wurde die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) einer Reformation unterzogen. In diesem Zuge kam es nicht nur zur Erhöhung einiger Bußgelder, sondern ebenfalls zur Einführung diverser neuer Tatbestände. Geschwindigkeitsüberschreitungen sind zum Teil teurer geworden, weiterhin drohen früher Fahrverbote. Womit Sie als Autofahrer konkret bei welchem Tempoverstoß rechnen müssen, verrät Ihnen dieser Ratgeber.

Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitungen von 21 km/h werden Punkte verteilt.
Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitungen von 21 km/h werden Punkte verteilt.

Aktuelle Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Zu schnell gefah­rene km/hBuß­geldPunk­teFahr­ver­bot
bis 1030 €
11 - 1550 €
16 - 2070 €
21 - 2580 €11 Mo­nat
26 - 30100 €11 Mo­nat
31 - 40160 €21 Mo­nat
41 - 50200 €21 Mo­nat
51 - 60280 €22 Mo­nate
61 - 70480 €23 Mo­nate
über 70680 €23 Mo­nate
Bedenken Sie: Diese Bußgelder finden seit der Einführung der StVO-Reform am 28. April 2020 Anwendung. Infos über die alten Bußgelder bei einem Tempoverstoß innerorts finden Sie hier.

Alte Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Zu schnell gefah­rene km/hBuß­geldPunk­teFahr­ver­bot
bis 1015 €
11 - 1525 €
16 - 2035 €
21 - 2580 €1
26 - 30100 €1(1 Mo­nat)*
31 - 40160 €21 Mo­nat
41 - 50200 €21 Mo­nat
51 - 60280 €22 Mo­nate
61 - 70480 €23 Mo­nate
über 70680 €23 Mo­nate
*Normalerweise wird nur ein Fahrverbot verhängt, wenn innerhalb eines Jahres zweimal eine Geschwindigkeits­überschreitung von 26 km/h oder mehr begangen wurde.
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Aktuelle Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Zu schnell gefah­rene km/hBuß­geldPunk­teFahr­ver­bot
bis 1020 €
11 - 1540 €
16 - 2060 €
21 - 2570 €1
26 - 3080 €11 Mo­nat
31 - 40120 €11 Mo­nat
41 - 50160 €21 Mo­nat
51 - 60240 €21 Mo­nat
61 - 70440 €22 Mo­nate
über 70600 €23 Mo­nate
Bedenken Sie: Diese Bußgelder finden seit der Einführung der StVO-Reform am 28. April 2020 Anwendung. Infos über die alten Bußgelder bei einem Tempoverstoß außerorts finden Sie hier.

Alte Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts

Zu schnell gefah­rene km/hBuß­geldPunk­teFahr­ver­bot
bis 1010 €
11 - 1520 €
16 - 2030 €
21 - 2570 €1
26 - 3080 €1(1 Mo­nat)*
31 - 40120 €1(1 Mo­nat)*
41 - 50160 €21 Mo­nat
51 - 60240 €21 Mo­nat
61 - 70440 €22 Mo­nate
über 70600 €23 Mo­nate
*Normalerweise wird nur ein Fahrverbot verhängt, wenn innerhalb eines Jahres zweimal eine Geschwindigkeits­überschreitung von 26 km/h oder mehr begangen wurde.

Bußgeldrechner: Geschwindigkeits­überschreitung

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Weitere Ratgeber zum Thema Geschwindigkeit

Welche Bußgelder drohen für zu schnelles Fahren?

Bei allen möglichen Verstößen im Straßenverkehr können Punkte fällig werden. Das Telefonieren mit dem Handy am Steuer ohne entsprechende Freispechanlage, das Überfahren einer roten Ampel oder das Nicht-Einhalten des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes können Gründe dafür sein.

Da bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung die Verkehrssicherheit extrem gefährdet wird, kann Ihr Punktekonto in Flensburg auch bei diesem Vergehen belastet werden. Laut Bußgeldkatalog flattert in jedem Fall ein Bußgeldbescheid ins Haus.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung wird unterschieden, ob sich diese innerorts oder außerorts ereignet hat. Innerhalb geschlossener Ortschaften liegt jedoch ein viel höheres Unfallrisiko bzw. eine höhere Gefährdung der Verkehrssicherheit vor, weshalb eine Geschwindigkeitsübertretung innerorts dem Bußgeldkatalog zufolge strenger bestraft wird.

Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h können Punkte in Flensburg auf Sie zukommen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Sie innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell gefahren sind und geblitzt wurden. Einen Bußgeldbescheid erhalten Sie in jedem Fall.

Geschwindigkeits­überschreitung innerorts

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird innerorts härter bestraft.
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird innerorts härter bestraft.

Aufgrund eines höheren Gefahrenpotentials müssen Sie mit strengeren Strafen rechnen, wenn Sie innerhalb geschlossener Ortschaften geblitzt werden. Eine Geschwindigkeits­überschreitung innerorts wird seit der StVO-Novelle vom 28. April 2020 mit einem Bußgeld zwischen 30 und 680 Euro bestraft.

Die Höhe richtet sich danach, wie viele Kilometer pro Stunde zu schnell gefahren wurden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h.

Es kann entweder durch fest installierte Blitzer oder mobile Lasermessungen festgestellt werden, ob Sie sich an diese Geschwindigkeit halten. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von unter 20 km/h bedeutet für Sie als Temposünder ein Bußgeld zwischen 30 und 70 Euro. Punkte in Flensburg werden an dieser Stelle noch nicht verteilt. Auch ein Fahrverbot ist gemäß dem Bußgeldkatalog zum Thema Geschwindigkeit noch nicht vorgesehen.

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Ab 21 km/h zu schnell innerhalb geschlossener Ortschaften kann sich dies jedoch schnell ändern, denn hier hagelt es zum ersten Mal Punkte. Ein Bußgeld von 80 Euro sowie ein Punkt in Flensburg sind hier völlig normal. Seit dem 28. April 2020 müssen Sie zusätzlich mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Bei 31 km/h zu schnell innerorts kommen 160 Euro, zwei Punkte sowie ebenfalls ein einmonatiges Fahrverbot auf Sie zu. Doch damit nicht genug: Es existieren spezifische Verkehrssituationen, in denen sich die Strafen erhöhen, wenn Sie zu schnell gefahren sind. Diese sehen wie folgt aus:

  • Ohne trif­tigen Grund so lang­sam ge­fahren, dass der rei­bungs­lose Verkehrs­fluss behin­dert wurde (20 Euro)
  • Schritt­ge­schwin­dig­keit in verkehrs­beruhig­tem Be­reich nicht einge­halten, sofern nicht mehr als 10 km/h zu schnell als Autofahrer (20 Euro)
  • Radar­warn- oder Laser­stör­gerät be­trie­ben oder be­triebs­bereit mit­ge­führt (75 Euro, 1 Punkt, zusätzlich Beschlag­nahmung und Ver­nichtung des Gerätes möglich)
  • Äl­tere, Hilfs­bedürf­tige oder Kin­der durch zu hohes Tempo, man­gelnde Brems­bereit­schaft oder unge­nügen­den Seiten­abstand gefähr­det (80 Euro, 1 Punkt)
  • Ge­schwin­digkeit trotz Bahn­über­gang, beson­deren Verhält­nissen auf Stra­ßen oder schlech­ten Sicht­verhält­nissen nicht ange­passt (100 Euro + 1 Punkt, mit Gefährdung 120 Euro + 1 Punkt, mit Sachbeschädigung 145 Euro + 1 Punkt)
  • Ille­gale Auto­ren­nen als Teilnehmer oder Veranstalter (Frei­heits­strafe bis zu 2 Jahren oder Geld­strafe, 3 Punkte, Fahrerlaubnisentzug)
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung an einer Gefahrenstelle spricht meist für ein höheres Bußgeld.
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung an einer Gefahrenstelle spricht meist für ein höheres Bußgeld.

Haben Sie beispielsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung an einem Bahnübergang oder einer Kreuzung begangen, dann kann das Bußgeld laut Bußgeldkatalog je nach Geschwindigkeit durchaus noch ansteigen. Dies liegt daran, dass sich der Vorfall an einer angekündigten Gefahrenstelle ereignet hat.

Auch bei schlechten Sichtverhältnissen müssen Sie bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit höheren Strafen rechnen: Ein Bußgeld von 100 Euro und ein Punkt in Flensburg werden Ihnen an dieser Stelle aufgebrummt.

Wenn Sie in der unmittelbaren Nähe von Kindern, hilfsbedürftigen oder älteren Menschen eine Geschwindigkeitsübertretung begangen haben, dann müssen Sie ein Bußgeld von 80 Euro aufbringen. Einen Punkt in Flensburg gibt es obendrauf. Seit der Punktereform im Mai 2014 werden erst Punkte in Flensburg fällig, wenn eine Gefährdung des Verkehrs gegeben ist. Dies ist hier durchaus der Fall und der Punkt dadurch absolut gerechtfertigt.

Die Kosten bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung steigen innerorts enorm, wenn Sie mehr als 70 km/h zu schnell gefahren sind: Ein Bußgeld von 680 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein Fahrverbot von drei Monaten kommt hier auf Sie zu.

Geschwindigkeits­überschreitung außerorts

Fahren Sie außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell und werden geblitzt, dann sind seit der StVO-Reform Bußgelder zwischen 20 und 600 Euro möglich. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerorts beträgt laut Straßenverkehrsordnung (StVO) 100 km/h. Um eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn zu vermeiden, sollten Sie sich hier an die geltende Richtgeschwindigkeit von 130 km/h halten.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einer Richtgeschwindigkeit lediglich um einen Wert, der zur Orientierung dienen soll. Wenn durch Verkehrsschilder eine andere Geschwindigkeit vorgeschrieben wird, so gilt natürlich diese Angabe. Dies ist beispielsweise bei einer Baustelle der Fall.

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Eine Überschreitung der Geschwindigkeit von 20 km/h bringt ein Bußgeld von 60 Euro mit sich. Mit Punkten in Flensburg müssen Sie an dieser Stelle noch nicht rechnen. Sind Sie jedoch z. B. 30 km/h zu schnell gefahren, dann sieht die Sache schon anders aus: Sie können sich auf ein Bußgeld von 80 Euro und einen Punkt in Flensburg gefasst machen. Seit dem 28. April 2020 droht ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h außerorts zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot.

Geschwindigkeits­überschreitung: Wann droht das Fahrverbot?

Ein Fahrverbot nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung ist keine Seltenheit.
Ein Fahrverbot nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung ist keine Seltenheit.

Sind Sie deutlich zu schnell gefahren und wurden geblitzt? In dieser Situation bilden sich vor allem bei Autofahrern, die beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind, große Sorgenfalten.

Punkte in Flensburg hagelt es innerhalb sowie außerhalb geschlossener Ortschaften ab einer Überschreitung der erlaubten Höchst­geschwindigkeit um 21 km/h. Doch auch, wenn Sie weniger als 30 km/h zu schnell gefahren sind, kann es seit der Einführung der StVO-Novelle zu einem regulären Fahrverbot wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung kommen.

Der Bußgeldkatalog zum Thema Geschwindigkeit sieht seit dem 28. April 2020 folgende Staffelung beim Fahrverbot vor:

  • Außerorts müssen Sie bei ab 26 km/h zu schnell mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Das Gleiche gilt für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften.
  • Ab einer Geschwindigkeitsübertretung außerorts von 61 km/h bzw. innerorts von 51 km/h droht ein Fahrverbot von zwei Monaten.
  • Ein Fahrverbot von drei Monaten erwartet Sie bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 60 km/h innerhalb bzw. mehr als 70 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften.

Die Strafe bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung fällt höher aus, je schneller Sie gefahren sind. Wurden Sie beispielsweise geblitzt und waren 71 km/h zu schnell mit dem Auto unterwegs, dann ist ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten möglich.

Wann Sie Ihren Führerschein letzten Endes abgeben müssen, können Sie in der Regel in einer Zeitspanne von vier Monaten frei wählen. Dabei wird jedoch vorausgesetzt, dass Ihnen innerhalb der letzten zwei Jahre kein Fahrverbot auferlegt worden ist.

Missachten Sie das erteile Fahrverbot und setzten sich trotzdem ins Auto, machen Sie sich gemäß § 21 Straßenverkehrsgesetz (StVG) strafbar. Dort heißt es:

Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder
2. als Halter eines Kraftfahrzeugs anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist.“

Sie sollten es sich demnach besser zweimal überlegen, ob Sie sich ohne Führerschein ins Auto setzen.

Geschwindigkeits­überschreitung in der Probezeit

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit gelten härtere Strafen.
Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit gelten härtere Strafen.

Autofahrer, die schon länger einen Führerschein besitzen, werden bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung nicht so hart bestraft, wie Fahranfänger. Diese Vorgehensweise soll gerade junge Fahrer zu mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr bewegen.

Oft können schwere Unfälle auf ein falsches Verhalten von Fahrneulingen zurückgeführt werden. Es kommt zudem immer wieder vor, dass diese in der Probezeit geblitzt werden, weil Sie schlichtweg zu schnell unterwegs waren.

In der Probezeit wird zwischen A-Verstößen (schwerwiegende Vergehen) und B-Verstößen (weniger schwerwiegende Vergehen) unterschieden. Leisten sich junge Autofahrer entweder einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße, so müssen Sie mit Maßnahmen rechnen. Diese sehen laut Bußgeldkatalog wie folgt aus:

  1. Ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße in der Probezeit führen dazu, dass diese von zwei auf vier Jahre verlängert wird. Hinzu kommt die Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar. Sollten Sie sich als Fahranfänger dagegen sträuben und die Teilnahme verweigern, so kann Ihnen der Führerschein entzogen werden.
  2. Haben Sie das Aufbauseminar hinter sich gebracht und machen erneut durch einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße auf sich aufmerksam, dann kommt es zu einer Verwarnung. Außerdem wird die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen. Dieser Empfehlung müssen Sie als junger Autofahrer nicht unbedingt nachkommen, denn die Teilnahme ist freiwillig. Sollten Sie sich einen erneuten A-Verstoß bzw. zwei B-Verstöße leisten, bevor das Aufbauseminar abgeschlossen war, so müssen Sie mit keinen Maßnahmen rechnen. Es soll abgewartet werden, ob sich Ihr Verhalten im Straßenverkehr durch das Seminar verbessert.
  3. Kommt es nach ausgesprochener Verwarnung erneut zu einem A-Verstoß oder zwei B-Verstößen, so wird Ihnen die Fahrerlaubnis endgültig entzogen.

Neben diesen Maßnahmen sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass der Bußgeldbescheid bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit nicht einfach wegfällt. Bußgeld und Punkte werden trotzdem fällig. Es ist nicht allein mit den probezeitverlängernden Maßnahmen getan. In der Probezeit ist es daher noch wichtiger, nicht gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) oder das Verkehrsrecht zu verstoßen, da ansonsten harte Strafen fällig werden.

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Geschwindigkeitsüberschreitungen begünstigen Unfälle

Geschwindigkeitsüberschreitungen lassen das Unfallrisiko ansteigen.
Geschwindigkeitsüberschreitungen lassen das Unfallrisiko ansteigen.

Eine Statistik aus dem Jahr 2014 besagt, dass bei 13 Prozent der Unfälle mit Personenschaden eine zu hohe Geschwindigkeit die Ursache war. 361.935 Unfälle mit Personenschaden sind 2014 zu verzeichnen gewesen. Davon kam es zu 45.888 aufgrund einer zu hohen Geschwindigkeit. (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Zudem wird davon ausgegangen, dass das Unfallrisiko bei Fahrneulingen zwischen 18 und 24 Jahren fast doppelt so hoch ist, wie bei erfahreneren Kraftfahrern.

Gerade auf Deutschlands Autobahnen wird es mit der Geschwindigkeit oft nicht so genau genommen. Da auf vielen Autobahnen und Kraftstraßen keine Begrenzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit vorhanden ist, sondern lediglich eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h gilt, überschätzen viele Autofahrer ihre Möglichkeiten und es kommt zu einem Unfall. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn sollte dementsprechend ernst genommen werden.

Generell gilt: Ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer ist das oberste Gebot. Daher sollten Sie sich stets an die Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie das Verkehrsrecht halten.

Geschwindigkeitsüberschreitung im Ausland

Möchten Sie beispielsweise mit dem Auto in den Urlaub fahren, dann sollten Sie sich im Vorfeld unbedingt über die Verkehrsvorschriften informieren, die im jeweiligen Urlaubsland gelten. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Österreich von mehr als 50 km/h kann nicht nur Ihren Geldbeutel um bis zu 2.180 Euro bringen, sondern auch Sie selbst um Ihre Freude über den lang ersehnten Urlaub.

In Österreich gelten übrigens innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften die gleichen Höchstgeschwindigkeiten, wie auch in Deutschland. Einen Bußgeldbescheid können Sie vermeiden, indem Sie nicht dagegen verstoßen.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in Frankreich ist ebenfalls nicht gerade billig: Sind Sie innerhalb geschlossener Ortschaften zwischen 20 und 49 km/h zu schnell gefahren, so müssen Sie bereits mit einem Bußgeld von 135 bis 375 Euro rechnen. Wenn Sie mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h geblitzt werden, kann ein Bußgeldbescheid von 1.500 Euro auf Sie zukommen. Innerorts sind in Frankreich 50 km/h erlaubt, außerorts jedoch nur 90 km/h.

Geschwindigkeitsüberschreitung umgehen?

Um nicht geblitzt zu werden, nutzen einige Autofahrer sogenannte Blitzer-Apps.
Um nicht geblitzt zu werden, nutzen einige Autofahrer sogenannte Blitzer-Apps.

Einige Autofahrer versuchen dem Bußgeld oder den Punkten, die bei einer hohen Geschwindigkeitsüberschreitung fällig werden, mit entsprechenden Radarwarnern oder Blitzer-Apps aus dem Weg zu gehen.

Diese sollen den Autofahrer rechtzeitig vor einem Blitzer warnen, sodass dieser seine Geschwindigkeit drosseln kann, um gar nicht erst in die Radarfalle zu tappen. Nachdem der Blitzer passiert wurde, fahren viele Kraftfahrer einfach mit einer zu hohen Geschwindigkeit weiter.

Blitzer-Apps benötigen lediglich eine funktionierende Internetverbindung, um die Daten von verschiedenen Blitzern aktualisieren zu können. Auf diese Weise bleiben Sie rund um die Uhr auf dem neuesten Stand. Geblitzt zu werden, ist durch diese Vorgehensweise schon fast unmöglich.

Einige Apps eignen sich vor allem für stationäre Blitzer. Den Strafen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung können Sie so zwar aus dem Weg gehen, handeln sich jedoch durch die Anwendung oder teilweise auch allein durch den Besitz solcher Trick-Geräte andere Strafen ein.

Rechtlich gesehen dürfen Sie Blitzer-Apps oder Radarwarner zwar kaufen, machen sich jedoch strafbar, wenn Sie diese während der Fahrt verwenden. Sollten Sie bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle erwischt werden, wie Sie ein solches Gerät benutzen, um sich das Bußgeld für die Geschwindigkeitsüberschreitung oder die Punkte in Flensburg zu sparen, dann kommt es zu einer leicht paradoxen Situation:

Ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg werden fällig, wenn Sie sich mit einem Radarwarner während der Fahrt erwischen lassen. Durch das Gerät, welches Sie vor der Strafe schützen sollte, haben Sie sich direkt eine andere eingehandelt.

Navigationsgeräte mit eingebauten Blitzer-Warnern sind zwar nicht automatisch illegal, dürfen allerdings nur benutzt werden, wenn diese Funktion ausgeschaltet ist. Jegliche Geräte oder Apps, die vorrangig dem Zweck dienen, Blitzer auszutricksen, sind verboten und werden mit Bußgeldern und auch Punkten in Flensburg sanktioniert. Dies können Sie sich sparen, indem Sie sich von vornherein an die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten.
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Geschwindigkeits­überschreitung – Welche Konsequenzen drohen?
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