Bußgeldbescheid: Der Halter war nicht der Fahrer

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Blitzer sind auf Deutschlands Straßen keine Seltenheit. Sie sind oft nicht gut erkennbar und so passiert es schnell, dass Autofahrer beim Rasen erwischt werden. Die Folgen sind Bußgelder, Punkte im Fahreignungsregister oder sogar Fahrverbote. Doch was ist eigentlich, wenn sich ein Autofahrer das Fahrzeug nur ausgeliehen hat, mit dem er geblitzt wurde? Ist in dem Fall der Halter zur Veranwortung zu ziehen? Wie ist die Situation in Deutschland?

Wer reagiert auf den Bußgeldbescheid, wenn der Halter nicht der Fahrer war?
Wer reagiert auf den Bußgeldbescheid, wenn der Halter nicht der Fahrer war?

Wer reagiert auf den Bußgeldbescheid, wenn der Halter nicht der Fahrer ist? Ist der Bußgeldbescheid fehlerhaft? Im folgenden Ratgeber klären wir Sie zu diesem Thema auf.

Bußgeldbescheid: Zahlt der Halter, wenn er nicht der Fahrer war?

Ein wichtiger Grundsatz ist hierzulande der, dass für Geschwindigkeitsüberschreitungen stets derjenige zur Verantwortung gezogen wird, der auch tatsächlich gefahren ist. Hierfür ist also keineswegs der Fahrzeughalter zu belangen, sondern eben der Fahrer.

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht beispielsweise für die Überladung eines Lkw oder für das nicht fristgemäße Durchführen der Hauptuntersuchung.

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Nach der hierbei herrschenden sogenannten Halterhaftung, ist das Bußgeld vom Halter zu entrichten, unabhängig davon, wer gefahren ist.

Wie gehen Sie als Halter vor, wenn Sie nicht gefahren sind?

Bekommen Sie einen Bußgeldbescheid als Halter, obwohl Sie nicht der Fahrer waren, lohnt sich ein Einspruch.
Bekommen Sie einen Bußgeldbescheid als Halter, obwohl Sie nicht der Fahrer waren, lohnt sich ein Einspruch.
Im Falle einer Ordnungswidrigkeit wird dem Fahrzeughalter von der Behörde zunächst ein sogenannter Anhörungsbogen übersandt. Er dient dem Zweck, den Fahrer zu identifizieren. Gleichzeitig gibt er dem Halter die Chance, sich zum Vorwurf einzulassen und genauere Angaben zu der in Rede stehenden Sache zu machen.

Der Halter kann also auf den tatsächlichen Fahrer verweisen, der sodann kontaktiert wird und zu belangen ist. Allerdings muss der Halter dies nicht tun.

Häufig ist auch schon für die Behörde ersichtlich, dass Halter und Fahrer personenverschieden sind, beispielsweise dann, wenn auf dem Foto eine Frau erkennbar ist und das Auto auf einen Mann angemeldet wurde oder umgekehrt. In dem Fall bekommt der Halter einen Zeugenfragebogen übersandt, in dem er ebenfalls auf den Fahrer verweisen kann.

Wird der Fahrer nicht ermittelt, kann dies zu einer sogenannten Fahrtenbuchauflage für den Halter führen. Dabei hat er dann detailliert Buch darüber zu führen, wer wann mit seinem Pkw gefahren ist.

Bekommen Sie einen Bußgeldbescheid als Halter, obwohl Sie nicht der Fahrer des Wagens waren, können Sie darauf schließlich mit einem Einspruch reagieren. Dafür haben Sie zwei Wochen Zeit.
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